Vietnam, Hanoi // 16.-19.02.2016

mit einer Privatperson vom Flughafen nach Hanoi gefahren (mit einem lebenden Huhn im Kofferraum – mich wundert nix mehr) / erstmals Jeans wegen des kühleren Klimas ausgepackt / von Lautsprecherdurchsagen über die aktuelle Lage der Stadt aufgeweckt (geschweige das ständige nervtötende Hupen der Stadt) / interessante 36 Straßen der Altstadt erkundet / Phở- die berühmte Nudelsuppe von Hanoi – bis zum Abwinken gelöffelt / Tipps von einem FoodTourGuide bekommen / habe mich noch immer nicht die Kälte vom Norden gewöhnt / Dörfer, die nur Keramik aller Art oder Holzskulpturen herstellen besucht / seelische Vorbereitungen auf den Nachtbus nach Sa Pa und noch mehr Kälte getroffen

„Ist man satt könnte man Buddha sein. Ist man hungrig, könnte man ein böser Geist werden.“
„No nen but, doi ra ma“
<cite>vietnamesisches Sprichwort</cite>

Vietnam ist zwar nur der fünftgrößte Reisproduzent der Erde, mit fast 8 Mio. Tonnen pro Jahr jedoch der größte Reisexporteur. Die Hauptanbaugebiete liegen im fruchtbaren Mekongdelta, wo 3 Ernten im Jahr möglich sind (im Norden ist es nur eine Ernte). Es werden über 1600 Sorten Reis angebaut darunter die 4 bekanntesten: nach Jasmin riechender Duftreis, grüner Apati, süßer Klebreis, im Wasser stehender Tiefwasserreis.

Ob beim Essen, der traditionellen Medizin oder beim Hausbau – überall folgen die Vietnamesen den Prinzipien von Yin und Yang. Ihr ganzes Streben zielt daher auf Ausgleich und Harmonie.
Die Opfergaben in den Tempeln sind voller Bedeutung: eine Kokosnuss steht für Genügsamkeit, eine Papaya für Vergnügen, der grüne stachelige Zimtapfel erfüllt einen Wunsch, die Zwetschgen verheißen ein hohes Alter, die rosafarbene Drachenfrucht verleiht Macht und Stärke und die »Augen des Drachen« die Longans sollen eine entspannende Wirkung haben.

Kalligraphie zum ‘Angreifen’ im Literaturtempel Văn Miếu

Der Hoan Kiem See – der See des zurückgegebenen Schwertes – ist nicht nur geografisch das Herz der Stadt. Sein Ufer mit den vielen Bänken und Sitzgelegenheiten und den tief auf das Wasser hinunterhängenden Trauerweiden ist ein friedliches Plätzchen inmitten des Trubels der Großstadt. Bei Sonnenaufgang beginnen die Älteren hier den Tag mit Tai Chi-Übungen. Im Laufe des Tages bevölkern Zeitungsleser, Schachspieler, Liebespaare und Schuhputzer die kleine parkähnliche Anlage, die den See umgibt.

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