Bolivien – 18 Survivaltipps für Sur Lipez

Die Reise durch Sur Lipez, den Süden von Bolivien war kein Zuckerschlecken wie du im letzten Beitrag nachlesen kannst. Trotz Recherche wussten wir nicht genau auf was wir uns einließen. Deswegen habe ich im nachfolgenden Beitrag 18 kompakte Survivaltipps zusammengefasst.

Wenn ich im Vorhinein so einen Blogbeitrag wie hier gefunden hätte, wäre das Gold wert gewesen.

Dieser Beitrag soll dir dabei helfen, deinen Aufenthalt in der Region so reibungslos wie möglich zu gestalten. Enjoy the adventure, have fun and save travels!

Folgende Herausforderungen gibt es zu bewältigen:

  1. Der erste und der wohl wichtigste Punkt: Ohne Offroadauto wie einen 4×4 Toyota Hilux, Nissan Patrol oder Mitsubishi Triton hast du sehr schlechte Karten.
  2. Nimm dir genügend Essen und Wasser mit, falls du die Expedition auf eigene Faust startest. Im Süden kannst du kaum Verpflegung kaufen.
  3. Da nicht einmal Google Maps die Straßen in Sur Lipez kennt, ist ein gutes GPS-Gerät Pflicht. Ich empfehle Maps.me, da sind die meisten Wege eingezeichnet.
  4. Die Straßenverhältnisse sind so schlecht, das kaum ein Europäer sie als Straße identifizieren würde.
  5. Empfehlenswert ist eine Routenaufzeichnung, um nicht in der Pampa verloren zu gehen.
  6. Wir konnten in Sur Lipez stellenweise kaum schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren. Plane genügend zusätzliche Zeit ein.
  7. Da es in Sur Lipez keine Tankstellen gibt, solltest musst du unbedingt ausreichend Sprit mitführen. Sofern du keine Lamafarm eröffnen möchtest, solltest musst du mehr als 60 Liter Extrasprit in Reservekanistern mitführen. Wir hatten 100l Extrasprit mit und benötigten 80l. Beim Spritkauf ist eine Kopie des Führerscheins/Reisepasses vorlegen.
  8. In den Städten kann es sein, das Señor Tankwart keinen Sprit in die Ersatzkanister füllt, da dies in Bolivien offiziell verboten ist. Noch dazu kann es sein, das er dir das dreifache verrechnet, da du Ausländer bist.
    Zum Glück hatten wir ein Fahrzeug mit bolivianischen Kennzeichen, deswegen wurde uns der Normalpreis verrechnet.
  9. Ohne Bargeld gab es bei den Tankstellen keinen Sprit. Generell ist Barzahlung im Süden Boliviens Standart. Also vorher bei den ATM’s in Uyuni, Sucre oder einer der großen Städte rechtzeitig mit Geld eindecken.
  10. Das Mitführen einer Kopie des Reisepasses (korrupte Polizei!) und eine Kopie des Führerscheines (Tanken) ist empfehlenswert.
  11. Durch die extreme Höhe (>4.000m) kann die Höhenkrankheit ausgelöst werden. Bemerkbar macht sie sich durch Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen um nur einige Symptome zu nennen. Alkohol, Zigaretten, Drogen und anderes Übel sollte auch vermieden werden. Alles was ‘unten’ schlecht ist, ist ‘oben’ noch schlechter für den eigenen Körper. Deine Entscheidung.
    Eine einzige Ausnahme bieten hier Kokablätter: Sie helfen gegen die Höhenkrankheit und werden an jeder Straßenecke verkauft. Gekaut oder als Tee gebraut wirken sie Wunder.
  12. Die medizinische Versorgung ist rar. Lass dir Zeit bei deinen Aktivitäten und sei vorsichtiger als sonst.
  13. Informiere dich über alle Schlafmöglichkeiten in der Region bei den Agenturen in San Pedro de Atacama, Uyuni oder einer anderen größeren Stadt. Die Möglichkeiten sind dünn gesäht.
  14. Falls du verrückt genug bist und vorhast im Auto zu schlafen: Decke dich gut mit extrem warmer Kleidung, einem guten Schlafsack, Essen, Tee und genügend Trinkwasser ein.
  15. Speziell in der Regensaison kannst du in der Salar de Uyuni, der größten Salzwüste der Welt, in einer Salzpfütze einsinken und es gibt Wasserpassagen zu überqueren. Doch auch in der Trockenzeit ist am Rand der Salzwüste Vorsicht geboten. Einfach den Spuren der Locals folgen, dann bist du auf der ‘sicheren’ Seite. Angaben ohne Gewähr. 😉
  16. In Salar de Uyuni ist es möglich über 24 Stunden keine Menschenseele zu sehen. Je nach Jahreszeit bieten sich dir endlose weiße Salzflächen (Trockenzeit) oder eine spiegelnde Landschaft wie du sie noch nie gesehen hast an. In der Regenzeit verwandelt sich der Salar in der größten Spiegel der Welt.
  17. In dem nordwestlichen Part von Salar de Uyuni gibt es die schönsten Salzformation. Perfekt für Fotos.
  18. Und zu guter Letzt, in den Hostals muss Klopapier extra bezahlt werden. Also immer bereit sein und genügend Vorrat dabei haben.

Hast du schon Trips dieser Art erlebt? Habe ich etwas vergessen und kann man noch etwas ergänzen? Erzähl mir deine beste/schlimmste Reiseerfahrung. Schreib es mir in die Kommentare!

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